Die menschliche Stimme - studio.kaedinger

Die menschliche Stimme

Hier ist der vier­te Teil der Serie “Was ist Klang?” Eine Über­sicht über alle Tei­le fin­det sich hier.

Die mensch­li­che Stim­me erzeugt Töne und könn­te daher zu Recht in den vor­he­ri­gen Abschnitt ein­ge­ord­net wer­den. Aber dar­an ist noch viel viel mehr, und da die mensch­li­che Stim­me eine so wich­ti­ge Klas­se von Klän­gen ist, die für so viel Musik von zen­tra­ler Bedeu­tung ist, lohnt es sich, sie genau­er zu untersuchen.

Die mensch­li­che Stim­me kann eine Viel­zahl von Klän­gen erzeu­gen, aber die wich­tigs­ten Klän­ge für die Musik sind die­je­ni­gen, die beim Spre­chen und Sin­gen ver­wen­det wer­den, näm­lich  Voka­le und Konsonanten.

Ein Vokal ist ein Ton. Der spe­zi­fi­sche Vokal, der into­niert wird, wird durch die rela­ti­ve Laut­stär­ke der ver­schie­de­nen Ober­tö­ne defi­niert. Der Unter­schied zwi­schen einem eeh und einem ahh ist eine Fra­ge der har­mo­ni­schen Balan­ce. In der Spra­che blei­ben die Vokal­tö­ne sel­ten in einer Ton­hö­he – sie glei­ten auf und ab. Aus die­sem Grund klingt Spra­che für uns auch nicht “tonal”, obwohl sie es tech­nisch gese­hen ist. Sin­gen ist kon­zep­tio­nell das­sel­be wie Spre­chen, mit dem Unter­schied, dass die Voka­le meist auf einer mehr oder weni­ger kon­stan­ten Ton­hö­he gehal­ten wer­den (Aus­nah­me ist z.B. das Vibra­to).

Ein Kon­so­nant ist ein kur­zes, nicht tona­les Geräusch, wie z. B. t, s, d, k. Sei­ne Fre­quen­zen sind im obe­ren Mit­tel­ton­be­reich ange­sie­delt. Die Tat­sa­che, dass Kon­so­nan­ten den größ­ten Teil des Infor­ma­ti­ons­ge­halts mensch­li­cher Spra­che tra­gen, könn­te ein Grund dafür sein, dass die Ohren  und das mensch­li­che Gehirn den obe­ren Mit­tel­ton­be­reich bevorzugen.

Wir sehen also, dass die mensch­li­che Stim­me, wie sie beim Spre­chen und Sin­gen ver­wen­det wird, aus zwei Tei­len besteht: tona­len Voka­len und nicht-tona­len Kon­so­nan­ten. Aller­dings ist die mensch­li­che Stim­me sehr viel­sei­tig, und vie­le ihrer Aus­drucks­mög­lich­kei­ten fal­len nicht unter die­se bei­den Kate­go­rien von Klän­gen. Beim Flüs­tern zum Bei­spiel wer­den die Vokal­tö­ne durch gehauch­te, nicht tona­le Geräu­sche ersetzt, wäh­rend die Kon­so­nan­ten auf nor­ma­le Art und Wei­se erzeugt wer­den. Dar­über hin­aus ent­zie­hen sich vie­le der Geräu­sche, die bei­spiels­wei­se von Beat­bo­xern erzeugt wer­den, einer Ana­ly­se in Bezug auf Voka­le und Konsonanten.

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