Land der acht Jahreszeiten - studio.kaedinger

Land der acht Jahreszeiten

 

Am Sams­tag, den 22. Okto­ber 2022, unter­nimmt Susan­ne Rus­sek bei den Herbst­kon­zer­ten in der Rochus­ka­pel­le in der Rei­he “Klang­welt­rei­sen” eine

Lite­ra­ri­sche Klangrei­se in den Norden

Lapp­land wird meist ver­bun­den mit dem Nord­licht, mit Ren­tie­ren und – dem Weih­nachts­mann. Wie aber sehen die Samen, die Urein­woh­ner Lapp­lands, ihr eige­nes Land? Der Erhalt der Natur und die kul­tu­rel­le sowie sprach­li­che Iden­ti­tät gehö­ren zu den drän­gends­ten The­men des indi­ge­nen Vol­kes zwi­schen Schwe­den, Nor­we­gen, Finn­land und dem Wei­ßen Meer.

Die Samen

Die Samen (ver­al­tet Lap­pen) sind ein indi­ge­nes Volk im Nor­den Fen­no­skan­di­na­vi­ens. Ihr heu­ti­ges Sied­lungs­ge­biet, Sáp­mi, erstreckt sich von der Gemein­de Idre in der Pro­vinz Dalar­nas län im Süden über die nörd­li­chen Tei­le Schwe­dens, Nor­we­gens, Finn­lands und im Osten bis zu den Küs­ten der Barents­see und dem Wei­ßen Meer auf der rus­si­schen Kola-Halb­in­sel. Die Samen sind in allen vier Län­dern als Urvolk aner­kannt (in Russ­land zäh­len sie zur Grup­pe der indi­ge­nen klei­nen Völ­ker des Nor­dens), aber allein Nor­we­gen stellt sie unter den Schutz der inter­na­tio­na­len ILO Kon­ven­ti­on 169.

Die sami­schen Spra­chen gehö­ren zur Fami­lie der ura­li­schen Spra­chen. Der deut­sche Name Same lei­tet sich von dem heu­te auf Nor­we­gisch und Schwe­disch übli­chen same ab und ähnelt dem End­onym (vgl. nord­sa­misch sámi, kild­in­sa­misch saaʹm/са̄мь, die als Adjek­ti­ve bzw. Sub­stan­ti­ve im Geni­tiv ver­wen­det wer­den). Ande­re übli­che deut­sche Schrei­bun­gen sind Sami, Sámi oder Saa­mi. Die Fremd­be­zeich­nung Lap­pe gilt im Deut­schen als veraltend.

Die Selbst­be­zeich­nung der Samen ist Sámi („Sumpf­leu­te“), SamitSamek oder Sáp­me­laš aus der Ursprungs­form šämä, das mit dem bal­ti­schen Wort žēme „Land“ ver­wandt ist.

Die freie Red­ne­rin und Musi­ke­rin Susan­ne Rus­sek ist aus­ge­bil­de­te Fin­nou­gris­tin und beschäf­tig­te sich bereits in ihrem Stu­di­um an der LMU mit der Kul­tur der Samen. Mit ihren Erzäh­lun­gen, musi­ka­li­schen Impro­vi­sa­tio­nen und stim­mungs­vol­len Bil­dern nimmt sie die Rochus­ka­pel­le mit auf eine vir­tu­el­le Rei­se in den Nor­den Euro­pas, in das Land der Samen, der Scha­ma­nen­trom­mel und des Joiks, ver­bin­det Aktu­el­les mit Tra­di­tio­nel­lem und lie­fert Ein­bli­cke in die hier­zu­lan­de noch weit­ge­hend unbe­kann­te Lite­ra­tur der Samen (gele­sen in deut­scher Übersetzung).

Susan­ne Rus­sek: Erzäh­lung und musi­ka­li­sche Improvisationen

Ver­an­stal­ter ist das Haus Inter­na­tio­nal. Orga­ni­siert und tech­nisch betreut wird das Kon­zert vom studio.kaedinger.

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